Shop SEO: Produktbeschreibung

Wer einen Online Shop hat und diesen erfolgreich führen möchte, der muss ein paar ganz wichtige Grundlagen in Sachen Suchmaschinenoptimierung wissen und auch verstehen. Bei einem Online Shop ist der mit Abstand wichtigste Punkt bei SEO, eine gute und ausführliche Produktbeschreibung für jedes Produkt zu haben. Warum das so wichtig ist und warum es nur mit guten Content funktioniert, erfahrt ihr hier in diesem Artikel.

Es ist leider immer noch sehr häufig zu beobachten, das in kleinen Shops mit wenigen Produkten, immer noch der Content, sprich die Produktbeschreibung vernachlässigt wird. Es wird ein Shop aufgemacht und man hat noch wenige Produkte im Sortiment, aber mit der Produktbeschreibung sind wohl die meisten überfordert. Sie sind überfordert, weil die meisten überhaupt nicht verstehen, warum es so wichtig ist, ausreichenden und informativen Text auf jedem einzelnen Produkt im Shop zu haben. Dies liegt vermutlich daran, dass viele Shop-Betreiber denken, Google weiß ja das es sich um einen Shop handelt und deswegen reicht es aus, wenn nur der Preis, der Warenkorb Button und der rechtliche Firlefanz vorhanden ist. Das aber reicht nicht aus und Google weiß überhaupt nicht, dass du einen Shop hast, sondern nur, dass deine Website kaum relevanten Content bietet. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach.

Die Produktbeschreibung in deinem Online Shop:

Die Produktbeschreibung zu jedem einzelnen Produkt muss erstens vorhanden sein und zweitens auch mit einer ausreichenden Anzahl an Wörtern ausgestattet sein. Du verkaufst zum Beispiel eine rote Socke und man fragt sich deshalb, was gibt es denn schon zur einen roten Socke zu sagen? Eine ganze Menge, deswegen beschreib ich dir jetzt mal dein Produkt.

„Die rote Socke passt perfekt zu Sandalen, Halbschuhen, Stiefeln und Turnschuhen. Sie sind der perfekte Begleiter für jeden Anlass, egal ob zur Hochzeit, Beerdigung, Taufe oder dem nächsten Parteitag, denn die Socke schmeichelt ihren Fuß und schont den Schuh. Da die Socke aus echter Wolle ist, ist diese atmungsaktiv und schütz so vor Käsefüße und Fußpilz. Die rote Socke vom Hersteller XY ist aus echter Wolle in Indien hergestellt worden und wird von uns direkt importiert. Die Wolle stammt von Schafen aus Neuseeland und ist mit einer umweltschonenden Farbe eingefärbt worden. Die rote Socke wurde in Indien maschinell gestrickt und der Hersteller XY achtet darauf, dass keine Kinder bei Herstellung ausgebeutet wurden. Die rote Socke aus echter Wolle erhalten Sie in unserem Online Shop in einem Paar zum unglaublich günstigen Preis und wird mit einem versicherten Versand an Sie zugeschickt. Die Socke von XY bekommen Sie in verschiedenen Größen, die Sie bitte selbst im Shop auswählen müssen.“

Man sieht jetzt also, dass die Produktbeschreibung für ein unscheinbares Produkt, zu welchem es überhaupt nichts zusagen gibt, sich doch noch das ein oder andere Wort aus der Nase ziehen lässt. Es kommt darauf an, dass das Produkt mit Wörtern beschrieben wird, damit Google etwas zu fressen hat. Nur so versteht Google um was es geht und kann die Produktseite des Shops in der SERP einordnen. Es kommt auch gar nicht darauf an, ob der Text einen Sinn ergibt oder nicht, sondern es müssen die Keywords vorkommen und diese müssen wiederum mit anderen Wörtern verpackt werden. Das heißt, um überhaupt von Google berücksichtigt zu werden musst du Datenmüll verursachen, denn nichts anderes ist ja die fiktive Beschreibung für die rote Socke. Aber es funktioniert und je mehr zum Produkt geschrieben wurde, desto eher wird das Produkt später in der Suchmaschine gefunden und desto eher und mehr wird es verkauft.

Achtung: Soweit die Erklärung zum besseren Verständnis. Tatsächlich muss der Text schon einen Sinn für den Leser ergeben und ihm einen Mehrwert bieten. Schreib so ausführlich wie nötig, so kurz wie nur möglich und zwar präzise! Übertreib es mit der Anzahl der Keywords nicht sonst riskierst du eine Keyword Penalty

Die Anzahl der Wörter sollte ungefähr bei 300 bis 600 liegen und hier gilt der Grundsatz, viel hilft auch viel. Je mehr ihr schreibt, desto mehr erachtet Google die Produktbeschreibung als wichtig und der Shop wird erfolgreicher. Das Verrückte an der Geschichte ist, das Google keinen Shop möchte, sondern das ihr einen Artikel mit sehr viel Inhalt schreibt und Google so, viel mehr Daten sammeln kann.

Vorsicht ist aber dennoch geboten, denn denkt immer daran, eine Produktbeschreibung muss der Wahrheit entsprechen und darf nicht gegen Markenrecht verstoßen oder irreführend sein. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Menge Ärger mit den Kunden und der Konkurrenz!

Warum ist die Produktbeschreibung so wichtig für deinen Online Shop?:

Die Produktbeschreibung ist so wichtig, weil dein Shop jede Menge Datenmüll verursacht. Das fängt bei den Kategorien an, geht über die Hinweise zum Versand, Mehrwertsteuer bis hin zu den ganzen Links zum Warenkorb und den Informationen. Du kannst das selbst feststellen in dem du einfach mal den Quellcode im Browser ansiehst. Da sieht man dann, das im Shop eigentlich nichts drin steht, dieser jedoch trotzdem einen riesigen Quellcode erzeugt. Dagegen muss erst einmal die Produktbeschreibung ankommen und deswegen ist eine ausreichender Text so wichtig, weil dieses muss der Hauptbestandteil von der Produktseite sein und nicht der Content vom Shop-System.

Der größte Fehler, den du in deinem Shop machen kannst:

Dein Online Shop ist neu und du hast noch wenige Produkte im Sortiment? Bleib dabei, schreib erst für die ersten 100 Produkte eine ausreichende Produktbeschreibung und warte ab was passiert. Fang klein an, mach es richtig und kümmere dich um das SEO ( onPage ) in dem Shop. Der größte Fehler ist es nämlich zu glauben, je mehr Produkte im Sortiment sind, desto mehr verkauft man. Hat man viele Produkte im Sortiment und spart an der Beschreibung der Produkte, dann steigt der Verwaltungsaufwand für die Preisberechnung, Lager, usw. Erfolgreich einen Online Shop zu führen heißt, das man mit dem ersten Produkt alles richtig macht und erst nach und nach das Sortiment erhöht. Das hat auch den Vorteil, das man nicht zu schnell, zu groß wird und den Überblick verliert.

Ein weiterer Fehler ist es, Produktbeschreibung zu kaufen und diese nur per iFrame in den Shop zu importieren. Den iFrame liest Google gar nicht aus und somit bringt dieser nichts. Klar der Kunde kann ihn lesen, aber der Kunde kommt gar nicht auf den Shop, weil dieser nicht in Google zu finden war. Das ist nicht schlechtes SEO, sondern überhaupt kein SEO. Text vom Hersteller kopieren bringt auch nichts, denn Google erkennt das und stuft deine Produktbeschreibung als DC ( doppelter Content ) ein und lässt deinen Shop in der SERP verschwinden.

Aproppo Doppel-Content, bei Kleidungstücken wie der roten Socke, gibt es immer verschieden Größen. Achte deswegen darauf, dass sein Shop nicht für jede Größe eine eigene URL erzeugt. Besser wäre es, wenn man ein Eingabefeld auf die Produkt-Website einfügt, wo der Kunde die gewünschte Größe selbst eintippen kann. Ähnlich wie zum Beispiel bei der Stückzahl, das geht das ja auch. Allerdings müsste man dann hingehen und die Größen in der Beschreibung aufführen. Das macht zwar mehr Arbeit, erzeugt aber mehr Text und das heißt, mehr Content, mehr SEO.

Auf was kommt es jetzt an?

Der wichtigste Grundsatz bei Shop SEO lautet: Du hast keinen Shop, sondern einen Blog und dieser muss mit Text gefüllt werden. Ist ausreichend Text vorhanden, dann wird dein Blog erfolgreich in der Suchmaschine von Besuchern gefunden. Deine Blog Besucher lesen deinen Text und werden dadurch zu Kunden. Erst dann hast du einen Shop. Diese Grundsatz gilt seit ein paar Jahren, davor hat alles so funktioniert wie du es machst, aber jetzt geht das nicht mehr!

Fazit:

Wenn du einen Shop hast, dann kümmere dich darum, dass in ihm die Produkte ausreichend beschrieben werden. Kannst du es nicht, oder willst es nicht, dann mach den Online Shop zu, denn die einfachen Zeiten sind vorbei. Verkaufe deswegen Produkte, die dich interessieren und zu denen du etwas sagen / schreiben kannst, denn nur so fällt dir etwas ein und nur so wird der Online Shop erfolgreich.

PS: Damit erübrigt sich auch die Frage, ob ein Online Shop noch zusätzlich einen Blog braucht. Die Antwort lautet hier ganz klar nein, denn die Produkt- wie auch die Kategoriebeschreibung nimmt so viel Zeit und Arbeit in Anspruch, dass ein Blog nur noch mehr Arbeit macht, welche den Onlineshop scheitern lässt.