Todsünden im Onlinemarketing

Anleitung: So vergrault man erfolgreich die Besucher auf einer Website !

Du hast mühsam an Deiner Website gebastelt, ewig über den Inhalt ( Content ) das Hirn malträtiert , bietest dem Besucher und Deinem zukünftigen Kunden genau das was er haben will und trotzdem klinken sich diese undankbaren A… gleich wieder aus? Wie kann es denn sein, dass meine Website – die ja sooo toll ist – zwar angeklickt wird, aber keine Sau interagiert auch nur im Ansatz und nur weil die nichts machen, läuft der Laden nicht ?!!

  • Cookie Hinweis: Muss er tatsächlich sein und wenn ja, muss er Dreiviertel vom Display blockieren? Den kann man auch dezent einbauen! Oder sich mal darüber informieren, ob dieser Mumpitz tatsächlich in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, oder ob es nur Google will. Es gibt Leute die nicht wissen was ein Cookie ist und es auch nicht wissen wollen. Sie wissen aber ganz genau, dass man im Internet nichts anklickt, was man nicht will und schließen beherzt die Seite – das war´s.
  • Pop-up für Newsletter und Social Media Gedöns: Du hast einen Besucher der sich für den Inhalt Deiner Website interessiert, ja sogar lesen will was Du geschrieben hast. Und jetzt willst Du ihm mit so einem dämlichen Pop-up auf den Keks gehen, damit er sich in einen Newsletter einträgt, den Du niemals schreiben wirst und dann wenn er das gemacht hat, dann soll er den Text weiterlesen und am besten auch noch mit einem weiteren Pop-up den Quatsch seinen Freunden mitteilen? So bescheuert bist doch nicht mal Du selbst, also warum soll es ein anderer machen.
  • Videos samt Ton automatisch abspielen lassen: Stell Dir vor, da sitzt jemand im Büro und dreht gerade hochbezahlt Däumchen… Dein zukünftiger Kunde. Er hat heimlich gegoogelt, Deine Website gefunden und sogar angeklickt, jetzt will er sich in Ruhe, leise und unbemerkt informieren, ja vielleicht sogar etwas bestellen… und Du erdreistest Dich ein Video einzubauen, dass automatisch und in voller Lautstärke los dröhnt. Dein „Ex-noch nie-Kunde“ sucht nicht das Rädchen zum leiser stellen, der klickt beschämt weg und zwar für immer!
  • Social Media Buttons: Du hast einen Onlineshop für Blech ummantelte Feuerstellen und auf jeder Produktseite einen Button für Twitter, Google+, Facebook, Pinterest, Instagram, WhatsApp und am besten noch Snapchat. Ja wer zur Hölle soll das Teelicht – um 15 Cent das Stück – seinen Freunden posten?!? Eben und deshalb muss man sich die Frage stellen, ob dieser zusätzliche und unnötige Code auf der Website unbedingt notwendig ist, weil…
  • Ladezeit: … unnötiger Schnick Schnack nicht nur den Quellcode aufbläht, sondern auch die Ladezeit verzögert. 50% der Internetnutzer sind mit mobilen Geräten online und die benutzen die Dinger auch tatsächlich unterwegs mit einer langsamen Übertragungsgeschwindigkeit und einem begrenzten Datenvolumen. Deine Besucher wollen diesen Firlefanz nicht haben, sondern sich lediglich schnell, ungestört und unkompliziert informieren um dann eine Entscheidung treffen zu können. Falls doch jemand das Teelicht so prima findet und es unbedingt irgendwo posten muss, dann werden schon Mittel und Wege gefunden wie es auch ohne Button funktioniert.
  • Text: Schreibe so ausführlich wie nötig und so kurz wie möglich um was es ( Message ) tatsächlich geht. Vergiss Content mit mindestens 1000 Wörtern, es wird nicht gelesen. Man merkt sofort wenn nur ein unbedeutender Lückenfüller und um den heißen Brei nichts sagender Text geschrieben steht. Da geht das Hirn aus, das Interesse verpufft und weg ist man.
  • Bilder: Kann man nicht nur schießen, sondern auch verkleinern und komprimieren. Wer will denn schon einen Elefant über die Schwelle tragen müssen, wenn´s mit einer leichten Gazelle flinker geht? Niemand, denk an die Ladezeit.

Online Marketing…

… beginnt auf Deiner Website und nicht irgendwo da draußen. Man kann mit ausreichend Geld und gebuchten Werbeanzeigen immer Menschen auf eine Website lotsen, nur was daraus wird liegt nicht am Besucher, sondern schlicht und einfach am Inhalt der Seite.

Das Internet besteht ausschließlich nur aus Information, Punkt! Nur wenn dieses Bedürfnis an Information schnell eingeholt und zufriedenstellend gesättigt werden kann, ergibt sich daraus eine Handlung des Besuchers, aus dem wiederum ein Gewinn für beide Seiten resultieren kann. Es ist wurscht ob daraus eine Bestellung, ein Klick auf einen Button, einen Banner, ein Kommentar entsteht oder der Inhalt geteilt wird. Es ist immer der selbe Vorgang, nur wenn die Information gut ist, kann sich mehr ergeben.

Empathie bedeutet, sich in einen anderen Menschen hineinversetzen zu können. Deine Besucher sind menschliche Wesen – keine Idioten – die auch so zu behandeln sind. Empathie und Kreativität sind die wichtigsten Grundlagen im Online Marketing.

Online MarketingRichtige Strategie im Onlinemarketing