Xing – Was bringt es?

Nachdem ich jetzt fast 8 Jahre bei Xing war, hier ein kleines Resume was das soziale Netzwerk für einen als Selbstständiger oder Freiberufler bringt. Nix!

XingWas taugt Xing? Man wird recht oft und zum Teil auch penetrant von Firmen angeschrieben, die sich auf die Vermittlung von Arbeitskräften spezialisiert haben. Die versuchen einen abzuwerben – wohlgemerkt aus der eigenen Firma – damit man irgendwo einen beschissenen Job annimmt.

Was mich bei Xing ganz gewaltig stört und auch richtig nervt:

  • Das Profil wird offensichtlich überhaupt nicht gelesen, weil dann hätte man gewusst, dass ich lediglich Aufträge suche. Sprich, es wird nicht gelesen.
  • In keinem einzigen Jobangebot wurde jemals der Preis / Lohn benannt. Die einzigste Motivation ist nun mal Geld und wenn ich jemanden abwerben will, muss ich ihn ködern und etwas bieten.
  • Am besten sind die Anfragen / Angebote, die einem nicht einmal schreiben können, wer der eigentlichen Auftraggeber und somit der zukünftige Arbeitgeber ist.
  • In Nachrichten um den heißen Brei geschrieben wird, ein SEO Manager mit Abschluss und Berufserfahrung in Raketenwissenschaft gesucht wird, am besten noch mit Referenzen. Die man dann auch noch vorgelegt haben will, anstatt man schlicht und einfach nur mal den Namen googeln würde – dann hätte man die Referenzen und Nachweise gleich parat.
  • Anfragen von Jobscouts ( Headhunter ) erhält, die von der Thematik überhaupt nichts verstehen und einem Stellenangebote anpreisen, wo schon aus der Stellenbeschreibung entnehmbar ist, dass die Firma wo eine Arbeitskraft sucht – nicht die Bohne versteht, was sie eigentlich für den Betrieb braucht.

Aufträge und Kunden bei Xing finden:

In den 8 Jahren habe ich nicht einen einzigen Auftrag, bzw. eine Anfrage erhalten. Braucht es ja auch nicht, weil in den Gruppen ( Diskussion ) soll man die Fragen beantworten und kostenloses Consulting anbieten – ohne Dank und Reaktion.

Achtung: Im Netz findet man viele Tipps, wie man massenhaft Leute bei Xing kontaktieren soll. Dieses Vorgehen nenne ich Spam und dies dürfte sogar gegen die AGB verstoßen.

Fazit:

Ein Xing Profil kann man bedenkenlos löschen, weil die Plattform überhaupt nicht zur Akquise von Kunden / Aufträgen genutzt wird. Wer einen vernünftigen Arbeitsplatz hat, der sollte sich die Frage stellen, ob man sich die Zeit nehmen soll / muss, um laufend irgendwelche Anfragen abzuwimmeln. Zum Schluss noch folgende Feststellung: Dieses berufliche Netzwerk zum halten oder verknüpfen von Kontakten funktioniert in meinen Augen leider nicht richtig – weil keine Interaktion stattfindet und somit keine Beziehung aufgebaut wird.