Facebook ist out! Na und?

Nicht löschen, sondern reduzieren!

Das Problem von Facebook ist, dass man in den letzten Jahren das Soziale Netzwerk gevierteilt hat. Bilder und Videos wurden zu Instagram ausgelagert. Mit dem Kauf von WhatsApp hat man einen Messenger übernommen, der autonom zu Facebook läuft. Der keine User bringt, sondern eher nimmt. Den Messenger eingeführt und damit die komplette Kommunikation vom eigentlichen Dienst abgekoppelt. Zuletzt kommt noch hinzu, dass die Facebook App einen anderen Inhalt anzeigt, wie die Browser-Version am PC.

All dies führte dazu, dass niemand mehr Facebook braucht. Deswegen dort weniger stattfindet und die Interaktion samt Resonanz drastisch abgenommen hat. Mit dem Resultat, dass es zwangsläufig uninteressant wurde.

Hinzu kommt, dass Facebook mittlerweile einen schlechten Ruf aufgrund der Datenskandale hat. Da gibt es nichts zu Diskutieren, die Leute werden sensibler für Datenschutz und hinterfragen zurecht, wozu man – für ein und den selben Service – mehrere Apps von diesem Unternehmen braucht.

Account löschen oder deaktivieren?

Ich persönlich würde es weder deaktivieren noch löschen, sondern habe es lediglich „erheblich“ reduziert.

  • Chronik: Bis aufs Profil- und Titelbild alles gelöscht.
  • Freunde: Bei einem großen Teil das News Abonnement abbestellt – sprich stummgeschaltet.
  • Messenger: Gelöscht! Wenn mir jetzt jemand eine Nachricht schickt, dann erhalte ich wie früher eine E-Mail. In dieser zeigt es mir an, wer geschrieben / gepostet hat und somit kann ich vorab entscheiden; wie schnell und ob überhaupt reagiert werden muss. Interessant ist vor allem, dass seit dem der Facebook Messenger gelöscht wurde, meine E-Mail Adresse plötzlich wieder von FB akzeptiert wird, obwohl er diese über Jahre als nicht erreichbar deklariert hat. Die Datenkrake wollte eine weitere haben.
  • App: Ebenfalls gelöscht, weil es extrem nervt, dass Werbevideos automatisch abgespielt werden und mein Datenvolumen belasten. Wenn die App es kategorisch ausschließt, dort auf eine Nachricht antworten zu können. Dann braucht man es auch nicht!
  • Instagram: Kann man nutzen, muss man aber nicht. Die App samt Funktion ist hervorragend, nur dann braucht es halt kein Facebook mehr. Ebenfalls gelöscht, weil man dort alles macht, nur nichts mit den Facebook-Freunden.

Empfehlung:

Die Alternative zur Löschung oder Deaktivierung des Facebook Account heißt Reduktion auf ein Minimum, weil es zu Facebook selbst momentan keine Alternative gibt. Man behält die Hoheit über seine Daten und spart trotzdem viel Zeit. Zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, wozu man dieses Netzwerk in Zukunft gebrauchen kann und es weiß auch keiner, was mit den gelöschten Daten tatsächlich geschieht. Im Zweifelsfall die Kontrolle behalten.

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